Meldung

19. August 2017

Gegen Studiengebühren in Kamp-Lintfort

Da hat die schwarz-gelbe Landesregierung wieder was vor. In ihrem Koalitionsvertrag planen CDU und FDP die Einführung von Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern. Bei uns im Kreis Wesel könnte das vor allem Studierende am Kamp-Lintforter Campus der Hochschule Rhein-Waal treffen.

„Studiengebühren bedeuten eine Bildungshürde. Sie drohen nicht nur den chancengleichen Zugang zur Hochschulbildung zu schmälern, sondern auch den Studienstandort Kamp-Lintfort zu gefährden. Kaum eine Hochschule ist so international aufgestellt wie die Rhein-Waal. Fast die Hälfte der Studierenden kommt aus dem Ausland und ein Großteil der Lehre findet auf Englisch statt. Geht es nach dem Willen von CDU und FDP, müssten jedoch einige der Studierenden künftig satte 1500€ pro Semester zahlen“, kritisiert unser Vorsitzender Benedikt.

Satte Gebühren schrecken Studierende ab

Der jungen Hochschule drohen negative Folgen, wenn die Gebühren erhoben würden. Zu den vierstelligen Studiengebühren kämen auch hohe Lebenshaltungskosten für die Studierenden hinzu, etwa für Miete und Verpflegung. Die Kosten könnten ausländische Studierende abschrecken und deren Zahlen absinken lassen. Davor haben vor Kurzem auch die SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider und Ibrahim Yetim gewarnt. Weniger Studentinnen und Studenten würden jedoch auch weniger Finanzierungsmittel für die Hochschularbeit zur Folge haben.

Schwarz-Gelb baut Bildungshürden

„Die Hochschule Rhein-Waal stellt für Kamp-Lintfort, aber auch für den gesamten Kreis eine wichtige Säule für einen erfolgreichen Strukturwandel dar. Dazu gehört vor allem auch, hier in der Region vermitteltes Wissen zu halten und gut ausgebildete Kräfte in den lokalen Arbeitsmarkt einzubinden. Neben den hierfür ohnehin hohen Hürden für Nicht-EU-Ausländer, würde die Einführung von Studiengebühren diese Zielsetzung nur noch weiter erschweren und den Wirtschaftsstandort Kreis Wesel weiter schwächen“, mahnt auch der Vorsitzende der Jusos Kamp-Lintfort, Kevin Waldeck.