Mehr Rücksicht auf junge Menschen nehmen!

Eine Überlastung der Krankenhäuser und des gesamten Gesundheitssystems in NRW zu verhindern, muss oberste Priorität sein. Insbesondere auf die junge Generation – die in den vergangenen zwei Jahren auf so viel verzichten musste – muss mehr Rücksicht genommen werden.

 

Die Impfquote bei den vollständig geimpften Personen liegt heute bei den über 60-jährigen in NRW bei 88,8% laut RKI. Bei den 12 bis 17-jährigen sind es gerade einmal 53,4%! Selbstverständlich sollten die älteren Mitbürger:innen ihre Boosterimpfung erhalten, aber nicht auf Kosten der Erstimpfungen für die junge Generation. Das Impfangebot für jüngere Menschen kam nicht nur deutlich später, sondern auch mit einer deutlich schlechteren Impfkampagne! Impfaktionen sollten nicht nur gezielt in Altenheimen, sondern auch in Schulen durchgeführt werden. Es ist wichtig, dass der vorhandene Impfschutz aufgefrischt wird, jedoch sollte zunächst in der breiten Bevölkerung ein minimaler Impfschutz aufgebaut werden.

 

Wir fordern die Landesregierung NRW und den Landrat des Kreises Wesel zum Handeln auf.

 

Ein landesweiter Krisenstab muss einberufen werden. Dem Beschluss des Juso Bundeskongresses vom letzten Wochenende und der Forderung von Olaf Scholz nach einer allgemeinen Impfpflicht schließen wir uns an. Die Maskenpflicht an Schulen muss wiedereingeführt werden. An den Universitäten sollte der Präsenzunterricht umgehend ausgesetzt und zum digitalen Semester zurückgekehrt werden. An den weiterführenden Schulen sowie an den Berufsschulen im Kreis Wesel muss es ausreichend Impfangebote für junge Menschen vor Ort geben. In den Impfzentren und bei den Ärzt:innen sollten Termine für Erstimpfung priorisiert behandelt werden.

 

Die 4. Welle muss abgeflacht werden. Nur mit einem breiten Impfschutz können wir zu einem normalisierten gesellschaftlichen Leben zurückkehren.